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Es ist nicht alles gold was glänzt

In letzter Zeit werde ich immer öfter damit konfrontiert, dass der Beruf Blogger/Influencer schlecht konotiert ist und belächelt wird. Der Großteil der Menschen stellt sich diesen Job so vor: Bis 12 Uhr mittags schlafen, vom DHL-Boten mit 50 Paketen geweckt werden, nachmittags schnell ein Selfie posten und abends eine exklusive Party besuchen. Der Alltag sieht jedoch etwas anders aus – ja, es dreht sich tatsächlich einiges um Paketlieferungen, Fotografie und Events doch das ist nur der „sichtbare“ Teil des Bloggergeschäftes. Hinter den Kulissen passieren viele Dinge, die nicht nach außen dringen. Parties beziehungsweise Events im Allgemeinen laufen häufig so ab: Der Besuch dieser Veranstaltungen ist häufig damit verknüpft, dass vor Ort (teilweise gegen Bezahlung) ein Bild gepostet werden soll – sprich es ist ein Job. Du kommst also bei der Party an, begrüßt die Veranstalter/PR-Leute und die Gäste die du kennst, um dann schnell deine To Do Liste abzuklappern: Passende Fotolocation suchen, zahlreiche Versuche bis ein gutes Foto zustande kommt (während sich eine Meute genervter Leute über dich amüsiert weil du so komisch auf einer Party posierst), das Bild anschließend bearbeiten und die richtigen Hashtags aus der E-mail heraussuchen. Mittlerweile ist mindestens eine Stunde oder länger vergangen. Dann geht es weiter zum networken – Hände werden geschüttelt und manchmal wird auch vor Ort schon über zukünftige Kooperationen gesprochen. Gerade die Abendveranstaltungen sind meistens wirklich toll organisiert, es gibt fabelhafte Drinks for free und grandioses Essen – man darf jedoch nicht vergessen, dass man zu solchen Events nicht privat geht sondern geschäftlich. Du bist dir bewusst, dass du „unter Beobachtung“ stehst, denn einige Leute dort kennen dich über deine sozialen Kanäle – dieses Gefühl nimmt natürlich mit steigender Reichweite enorm zu. Deswegen verschwinden auch viele große Influencer relativ schnell von den Veranstaltungen, denn hier will sich natürlich niemand ein Fettnäpfchen erlauben.

Ganz ehrlich, früher hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können, Veranstaltungen mit einer derartigen Medienpräsenz besuchen zu dürfen. Auf einmal stehst du zwischen Leuten, die du nur aus Filmen oder aus dem Gala Magazin kennst und manchmal muss ich mich selbst kneifen, was ich alles erleben darf. Gleichzeitig weiß ich auch, dass ich einen 24/7 Job habe und hart für diese Erlebnisse arbeite. In diesem Beitrag möchte ich mich keines Falles beschweren, denn ich bin mir durchaus bewusst, dass ich mich an einer sehr privilegierten Stelle unserer Gesellschaft befinde, nur möchte ich auch mal ansprechen, dass nicht alles Gold ist was glänzt und dass man sich die Dinge häufig anders vorstellt als es in der Realität der Fall ist. 🙂

Outfit

Jacke: Bench

Bluse: Bench

Rock: Zara

Tasche: Chloé

Strumpfhose: Calzedonia (ähnlich hier)

Schuhe: Givenchy

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